Bebauungsplan 370

1997 wurde der Güterbahnhof von der Bahn aufgegeben. Zuerst siedelte sich eine alternative Kneipen- und Kleinkunstszene an. 2010 hatte die Stadt Osnabrück die Gelegenheit, das Gelände für 2,7 Mio. Euro zu erwerben, tat das jedoch nicht.

Nach mehreren Eigentümerwechseln erwarb 2012 die Lebensquelle (Zion GmbH, inzwischen 3G-Group) das Gelände, um ein Gemeindezentrum mit Kirche für bis zu 3000 Besucher zu bauen. Unter Beanspruchung des Vorkaufsrechts kaufte die Stadt den Ringlokschuppen mit 2,6 Hektar Gelände.

2016 stellte die Stadt den Bebauungsplan 370 auf, der eine ausschließlich gewerbliche Nutzung des Geländes vorsieht und ausdrücklich kulturelle und religiöse Nutzung untersagt. Damit ist der Bau eines Gemeindezentrums ebenso wie eine Wohnbebauung oder Mischnutzung untersagt. Die Zion GmbH fühlte sich in ihren Eigentumsrechten unzulässig eingeschränkt und hat Klage gegen den Bebauungsplan erhoben, die mittlerweile vor dem Oberverwaltungsgericht in Lüneburg verhandelt wird. Durch den Streit ist abzusehen, dass dies einen jahrelangen Stillstand für eine sinnvolle Nutzung des Geländes bedeutet.

Beim Ringlokschuppen hat 2019 die „Aloys & Brigitte Coppenrath-Stiftung“ die Initiative ergriffen und die Stadt als Kooperationspartner für ihre Idee gewonnen, den Ringlokschuppen zu einem Zentrum für künstliche Intelligenz von Universität und Fachhochschule zu machen (Stadt Osnabrück, URL: https://www.osnabrueck.de/bildung/nachrichten/news/neue-plaene-fuer-den-alten-ringlokschuppen-wir-brechen-den-stillstand-auf/, zuletzt abgerufen 13.08.2019).

Kulturschutzgebiet

Seelenfänger Lebensquelle

Video von Marcel Trocoli Castro